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FAQ: Weisheitszahnentfernung


Man unterscheidet ein therapeutisches Entfernen bei akuten Erkrankungen bzw. Komplikationen von einem vorsorglichen Entfernen bei abzusehenden späteren Problemen.

Gründe für die therapeutische Entfernung sind zum Beispiel Weisheitszähne, die stark verlagert (im Knochen gedreht, gekippt oder verschoben) sind und angrenzende Zähne oder deren Wurzeln schädigen. Ein weiterer Grund sind Kieferzysten (meist gutartige, flüssigkeitsgefüllte Geschwulste), die sich um einen im Kiefer verbliebenen Weisheitszahn bilden.

Gründe für das vorsorgliche Entfernen von Weisheitszähnen: Spät durchbrechende Weisheitszähne bleiben manchmal teilweise von Zahnfleisch bedeckt. Hier entstehen Schleimhauttaschen, die nicht ausreichend gereinigt werden können. Die dort verbleibenden Speisereste und Bakterien rufen häufige Entzündungen hervor. Ein weiteres Argument ist zu wenig Platz, den Weisheitszähne voraussichtlich haben werden. Dies kann sich auch nachteilig auf andere Zähne auswirken.

Der vorsorgliche Eingriff sollte relativ früh erfolgen, weil sich die Weisheitszähne dann meist einfacher entfernen lassen. In aller Regel erfolgt die Entfernung nach einer erfolgreichen kieferorthopädischen Behandlung im Alter von 15 bis 18 Jahren.

Weisheitszähne müssen nicht gezogen werden, wenn der Kiefer groß genug ist, sie komplett und gerade herauswachsen und keine Nachbarzähne schädigen. Auch retinierte Weisheitszähne, also solche, die noch komplett im Kiefer geblieben sind, müssen nicht immer entfernt werden.

Weisheitszähne gehören zu den 32 Zähnen des menschlichen Gebisses. Im Laufe der Evolution sind unsere Kieferknochen kleiner geworden, weil wir keine grobe Nahrung mehr kauen müssen. Das bedeutet: Es gibt unter Umständen nicht mehr genug Platz für alle Zähne. Die Weisheitszähne sind davon betroffen, weil sie sich später als die anderen Zähne entwickeln – sie treten erst im „weisen“ Erwachsenenalter durch das Zahnfleisch. Damit sind sie die letzten in der jeweiligen Zahnreihe. Bei Jugendlichen sind sie meist erst ab dem Alter von 14 Jahren auf dem Röntgenbild zu sehen. Bei manchen Patienten treten die Weisheitszähne gar nicht hervor, sondern bleiben im Kiefer. Dies nennt man retinierte Weisheitszähne.

Übrigens sind die Weisheitszähne nicht bei allen Menschen angelegt. Manche haben keine oder weniger als vier. Ganz selten besitzen Patienten sogar fünf oder sechs davon.

Ihre Fragen beantworten wir selbstverständlich auch gern persönlich. Sprechen Sie uns an.

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